MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik

MINT fasst vier Fächergruppen zusammen, die in Studium, Ausbildung und Arbeitsmarkt oft gemeinsam betrachtet werden: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Studienjahr 2024 entschieden sich 318.800 Studienanfängerinnen und Studienanfänger für ein MINT-Fach – 39 Prozent aller Studienanfänge (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28. Januar 2026).

Diese Seite richtet sich an alle, die vor einer Entscheidung in diesem Feld stehen: bei der Studienwahl, beim Einstieg in einen MINT-Beruf, bei einer Weiterbildung neben dem Job oder beim Wechsel aus einem anderen Fach. Die Beiträge arbeiten mit Zahlen aus amtlichen Quellen und benennen, wo die Datenlage strittig oder lückenhaft ist.

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MINT in Zahlen

Die folgenden Werte stammen aus der amtlichen Hochschulstatistik. Sie beziehen sich auf Studienanfängerinnen und Studienanfänger im ersten Fachsemester, sofern nicht anders angegeben – eine Unterscheidung, die häufig untergeht: Anteile unter Studienanfängern, Absolventen und Erwerbstätigen fallen deutlich unterschiedlich aus.

KennzahlWertBezugsgröße und Stand
Studienanfänge in MINT-Fächern318.800Studienjahr 2024, entspricht 39 Prozent aller Studienanfänge
Frauenanteil in MINT36 ProzentStudienanfängerinnen 1. Fachsemester, Studienjahr 2024 – Höchststand
Frauenanteil zehn Jahre zuvor31 ProzentStudienanfängerinnen 1. Fachsemester, Studienjahr 2014
Frauenanteil über alle Fächer52 ProzentStudienanfängerinnen 1. Hochschulsemester, Studienjahr 2024
Studienanfänge Informatik45.800Studienjahr 2024, meistgewähltes MINT-Einzelfach
Studiengänge in Deutschland22.078426 Hochschulen, Stand 2024 (Hochschulrektorenkonferenz)

Quellen: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 28. Januar 2026 und Hochschulrektorenkonferenz, „Hochschulen in Zahlen 2024".

Frauen stellen unter allen Studienanfängerinnen und Studienanfängern die Mehrheit, in den MINT-Fächern jedoch nicht. Der Abstand hat sich seit 2014 um fünf Prozentpunkte verringert. Wie groß der Frauenanteil in Führungspositionen technischer Berufe ist, lässt sich aus der amtlichen Statistik nicht ableiten: Die Beschäftigtenstatistik erfasst Berufe, keine Hierarchieebenen. Zahlen, die dazu kursieren, stammen aus Einzelerhebungen mit sehr unterschiedlichen Grundgesamtheiten.

Häufige Fragen

Was bedeutet MINT genau?

MINT ist ein Sammelbegriff für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Er ist keine amtliche Fächersystematik, sondern eine Zusammenfassung, die Statistikämter, Hochschulen und Arbeitsmarktforschung nutzen. Welche Fächer im Einzelnen dazugezählt werden, unterscheidet sich je nach Quelle – ein Grund, warum Anteile aus verschiedenen Studien nicht ohne Weiteres vergleichbar sind. Im englischen Sprachraum entspricht dem Begriff weitgehend STEM.

Muss ich für ein MINT-Studium besonders gut in Mathematik sein?

Mathematik gehört in allen vier Bereichen zum Studium, das Niveau unterscheidet sich aber erheblich. Ein Mathematik- oder Physikstudium verlangt von Beginn an formale Beweisführung, während in vielen technischen und informatiknahen Studiengängen die Anwendung im Vordergrund steht. Viele Hochschulen bieten Vorkurse und Self-Assessments an, mit denen sich der eigene Stand vor Studienbeginn einschätzen lässt.

Welche Studienform passt zu mir?

Neben dem Vollzeitstudium stehen duale, berufsbegleitende und Fernstudiengänge zur Wahl. Die Formen unterscheiden sich in Zugang, Dauer, Praxisanteil und Finanzierung, nicht in der Wertigkeit des Abschlusses. Ausschlaggebend ist meist, wie viel Zeit neben Beruf oder Ausbildung zur Verfügung steht und ob Präsenzphasen erreichbar sind.

Welche Berufe zählen zu den MINT-Berufen?

Dazu gehören unter anderem Ingenieurberufe, Informatik- und IT-Berufe, naturwissenschaftliche Berufe sowie technische Fachkräfte in Produktion, Labor und Instandhaltung. Die Bundesagentur für Arbeit fasst sie in eigenen Berufsgattungen zusammen. Beim Vergleich von Gehaltsangaben lohnt der Blick auf die Berufskennziffer: Unter derselben Gattung können Tätigkeiten liegen, die im Arbeitsalltag wenig gemeinsam haben.

Wie verlässlich sind Gehaltsangaben im Netz?

Sie gehen weit auseinander, weil unterschiedlich erhoben wird. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beruht auf Meldedaten sozialversicherungspflichtig Beschäftigter, Gehaltsportale sammeln freiwillige Selbstauskünfte. Für denselben Beruf können daraus Unterschiede von mehreren tausend Euro im Monat entstehen. Wer Zahlen vergleicht, sollte immer auf Erhebungsart, Anforderungsniveau und Stand achten.